Achtung, Ansteckungsgefahr!

Bitte bewahren Sie Ruhe!

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Das Marketing-Budget ist in der Regel bei StartUps aufgrund der geringen finanziellen Mittel ziemlich eingeschränkt.  Gleichzeitig möchte das Unternehmen seinen Bekanntheitsgrad möglichst schnell steigern.  Hierfür bieten soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter und Co. in der heutigen Zeit ein hervorragendes Fundament, um auch für  Unternehmen mit einem enggeschnürten Budget „die Werbetrommel zu rühren“.

Es reicht aber auch hier die einfache Präsenz auf einer  der genannten Plattformen  einfach nicht mehr aus.  Denn es stellt sich schnell die Frage, warum sollte beispielsweise auf Twitter, bei 500 Millionen Tweets  täglich, gerade mein Tweet gelesen werden?

Der Einsatz des viralen Marketings, “früher”  als eine Art Zauberlösung oft verkauft, ist eine Methode auf sich aufmerksam zu machen. Doch was ist eigentlich virales Marketing?

Virales Marketing, auch Buzz Marketing oder Word of Mouth genannt, macht den Kunden zum „Virusträger“, um das Unternehmen und dessen Leistung weiter zu tragen.

Wir unterscheiden hier zum einem das passive virale Marketing und zum andern das aktive virale Marketing.

Beim passiven viralen Marketing  wird bereits durch die Nutzung des Produkt oder der Dienstleistung durch den Konsumenten die Werbebotschaft verbreitet.  In gewisser Weise wurde dieses Instrument durch die sozialen Netzwerke erweitert. So wird beispielsweise durch das Klicken des „Like-Buttons“ für ein Produkt parallel die Werbebotschaft an alle Freunde gesendet. Der Konsument verhält sich hier eher passiv. Im Regelfall erfolgt keine aktive Produktempfehlung.

Das aktive virale Marketing bindet den Kunden stärker in die Marketingaktivitäten ein.  Der Konsument wird hierbei selbst aktiv und spricht schlussendlich Empfehlungen für das Produkt oder die Dienstleistung aus. So kann der Kunde beispielsweise in einem Online-Shop E-Mails gezielt an Freunde senden und  Empfehlungen für ein Produkt geben. Dies kann natürlich auch in sozialen Netzwerken eingesetzt werden. Der Nutzer sendet beispielsweise durch den integrierten Nachrichtendienst eine Kaufempfehlung an seine Freunde: „Hey, probiere mal das Produkt ABC. Ich kann es nur empfehlen“.

Das virale Marketing muss natürlich auch strategisch und zielgruppengerecht platziert werden. Ein gut durchdachtes Konzept mit durchaus kreativen Ideen ist hier ein ausschlaggebender Faktor.

Doch wie schaut es tatsächlich mit den Kosten für dieses Marketinginstrument aus? Der Blog von Jens Hofmann  zeigt hier die andere Seite der Medaille. Virales Marketing ist ohne entsprechendes Seeding nicht unbedingt ein Selbstläufer. Das bedeutet auch, dass Kosten für eine gute Kampagne anfallen.

Meiner Meinung nach ist die Kombination aus gutem Produkt und Konzept nahezu unschlagbar. Die virale Vermarktung von Yvonne Warmbier ist sicherlich ein erstrebenswerter Meilenstein.

Christian

One thought on “Achtung, Ansteckungsgefahr!

  1. Erstmal vielen Dank für die Erwähnung und den Backlink. Wenn ich noch einen wichtigen Aspekt ergänzen darf: Als eine der größten Herausforderungen bei der Konzeption viraler Botschaften sehe ich, die richtige Balance zwischen Produktkommunikation und Viralität zu finden. Steht das Produkt zu sehr im Vordergrund, sinkt oft die Viralität, weil sich User nur ungern als kostenlose Produktempfehler instrumentalisieren lassen. Steigert man die Viralität durch spektakuläre oder lustige Inhalte, lässt sich das oft nicht mit dem Produkt vereinbaren (zumindest können sich die wenigsten dann an den Absender erinnern). Bei Facebook Posts genauso: Wünscht man seinen Fans und Followern einen “guten Morgen”, bekommt man viele Likes, die aber im Hinblick auf die das Produkt kaum etwas wert sind. Promoted man sein Produkt, sinkt die Engagement Rate.

    Es fallen mir nur ganz wenige Virals ein, die wirklich beides vereinen. Bei dem von mir erwähnten BMW Motorrad “Tablecloth Trick” steht das Motorrad und dessen “Power” die ganze Zeit im Mittelpunkt. Ist (trotz rund 5,5 aber nichts für die Breite). Volkswagens “The Force” finde ich persönlich großartig, sehe aber nicht, was mir der Spot über den neuen Passat sagen will. Dass man ihn über eine Distanz von 10 Metern per Fernbedienung aufschliessen kann, um kleine Kinder hinters Licht zu führen? Andererseits sind über 56 Mio. freiwillige Kontakte mit der Marke und ganz viel Sympathie für Volkswagen (wenn sich die Leute denn an den Absender erinnern) nicht zu verachten. Bei der Masse bleibt schon was hängen.

    Viral Marketing ist und bleibt eben eine Kunst und ein Risiko.

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