Ab wann lohnt sich eigentlich ein Steuerberater?

Laut Gesetzgebung ist man ab dem Moment in dem man Einkünfte in Inland erzielt, also quasi mit Beginn der Berufstätigkeit, verpflichtet eine Steuererklärung abzugeben.

Aus meiner persönlichen Erfahrung heraus würde ich sagen es gibt 2 wichtige Indikatoren, an denen man ablesen kann, ob es sich lohnt ein Steuerberater zu beauftragen.

Zum einen wird die Erstellung der Erklärung sehr kompliziert sobald man nicht einfach Angestellter ist, sondern Einkünfte aus unterschiedlichen Quellen, z.B. Mieteinkünfte, Kapitalerträge und Einnahmen aus einem Gewerbe bezieht.
Kommt dann noch eine Land- oder Forstwirtschaftliche Tätigkeit hinzu, sollte man die Steuererklärung den Profis überlassen. Dann besonders im Landwirtschaftlichen Bereich gibt es eine Vielzahl steuerlicher Feinheiten, die für Laien kaum zu verstehen sind.

Der zweite Indikator ist meiner Meinung nach erfüllt wenn man mit der Zeit, die es benötigt sich in die Materie der Steuerregeln einzuarbeiten und diese entsprechend für die eigene Erklärung anzuwenden, etwas anderes Sinnvolles anfangen kann.

Für mich waren die Opportunitätskosten, die mit der zähen, undurchsichtigen, teilweise schwer verständlichen Paragraphen-Welzerei zusammenhängen, schnell zu hoch im Vergleich zu der Möglichkeit diese Zeit für meine eigentliche Kerntätigkeit einzusetzen oder als Freizeit zur Regeneration zu investieren.

Hinzu kommt, dass sich immer wieder Kleinigkeiten im Regelwerk ändern und ein guter Steuerberater Tipps gibt, die einem auf legale Art bares Geld sparen.

Was Steuerberater für ihrer Dienste verlangen können, kann man unter folgendem Link nachschlagen:
http://www.gesetze-im-internet.de/stbgebv/BJNR014420981.html

Allerdings können abweichende Abrechnungsmodelle vereinbart und angewendet werden.

Eine kostengünstigere Alternative ist der Gang zu Steuervereinen, diese Vereine bieten beratende Tätigkeit als Dienstleistung für einen geringen Mitgliedsbeitrag an.

Und, was viele gar nicht wissen, es gibt die Möglichkeit sich vom Finanzamt beraten zu lassen. So ist das FA verpflichtet den Steuerzahler, wenn er denn nachfragt, zu dessen Gunsten zu beraten.

Doch auch der Kopf schlägt Kapital Autor Herr Faltin hält es für sinnvoll möglichst viele Teilaufgaben, die einen Gründer an der Ausübung seiner eigentlichen Geschäftsidee behindern, auszulagern. Und so ist es am wenigsten Zeit intensiv und Nerven aufreibend sich einen Steuerberater seines Vertrauens zu suchen, diese meist unbeliebte und energiezehrende Aufgabe zu delegieren, um sich dann mit voller Energie den eigenen Kernkompetenzen zu widmen.

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