Wie und wo soll der Kunde kaufen?

Für viele Start-ups stellt sich die Frage:  Wie den Vertrieb konzipieren?

Hierbei müssen Entscheidungen getroffen werden, ob man seine Kunden auf indirektem oder direktem Wege mit seinen Unternehmensleistungen versorgt. Schaltet man Vertriebspartner oder sog. Intermediäre zwischen sich als Hersteller und Kunde, spricht man vom indirekten Vertrieb. Hier wiederum lassen sich verschiedene Absatzmittler unterschieden.

Kann sich aber der Gründer vorstellen, dass andere sein Produkt beim Kunden anpreisen, er den Kundenkontakt somit abgibt und damit auch Beeinflussung, Steuerung und Kontrolle einem anderen überlässt?  

http://www.vertrieb-strategie.de/vertrieb-produkte-2/vertrieb-mode/

Wichtig ist jedoch: Die Distribution ist eine strategische Entscheidung und sollte wohl bedacht sein – Hohe Investitionen lassen die Distributionsentscheidungen nicht schnell und  leicht reversibel sein.

Man muss sich aber auch nicht nur für einen dieser Vertriebswege entscheiden. Das Stichwort ist Multi-Channel und ermöglicht dem Unternehmen unterschiedliche Distributionswege zu nutzen und miteinander zu kombinieren und somit gleichermaßen den Kunden auf unterschiedliche Weise und an unterschiedlichen Orten zu erreichen.

Diesen Weg nutzen viele Unternehmen, die bisher nur über Online-Shops erreichbar waren. Bertine zum Beispiel, bislang nur im Netz zu finden, startet in Berlin mit seinem ersten stationären Geschäft.  Jetzt kann man die liebevoll ausgesuchten und designten Geschenkideen auch in einem Offline-Shop anfassen und erwerben. Eine Multi-Channel Strategie wird aufgebaut – aber ist hier auch online mit offline verknüpft?

Leider nicht ganz. Einfaches Beispiel: Im Webshop erworbene Produkte können nicht im Laden abgeholt werden. So ist die Verbindung direkt nach dem Onlineshop gekappt, obwohl man bei Abholung im Laden doch so viele neue schöne Dinge entdecken könnte…

Multi-Channel ist Silber,  Omni-Channel ist gold. Dazu nächste Woche mehr…

Einen ersten Vorgeschmack davon zeigt uns der neue Offline-Shop von Dawanda in Berlin.

Hier wird offline mit online direkt verbunden, so dass ein Ganzes [lateinisch omnis] entsteht. Wie? Ganz einfach – QR-Codes auf den Produkten im stationären Laden führen bei Scannen mit dem Smartphone auf die Website, wo direkt der Kauf getätigt werden kann. Geliefert wird es dann ganz einfach zum Kunden nach Hause.

K

2 thoughts on “Wie und wo soll der Kunde kaufen?

  1. Hi, ein sehr interessanter Bericht. In der heutigen kann man wirklich sehr viel online kaufen. Macht es denn auch Sinn alles Online zu kaufen? Ich denke, da gibt es noch einen Unterschied zwischen Verbrauchsgütern und Gebrauchsgütern. Gebrauchsgüter wie beispielsweise Bücher oder Autobereifung kann man sich ruhig onlie bestellen. Kleidungsstücke, die auch in die Gebrauchsgüterkategorie fallen, müssen einem Menschen auch passen und sitzen. Anderweitig hat man den Aufwand, diese wieder via Post zurückzuschicken. Der vermeintliche Zeitersparnis wird somit wieder ausgegelichen. Bei Verbrauchsgütern wie z.B. Lebensmittel macht es wenig Sinn, diese Online zu bestellen, da diese in die Kategorie der schnellverderblichen Waren fallen. Außerdem bin ich der Meinung, dass viele der Online bestellten Waren auch wieder zurückgeschickt werden… Ich persönlich, muss die Ware sehen und anfassen bevor ich sie kaufen.. Wie heißt es so schön? “Man kann ja die Katze nicht im Sack kaufen”

  2. Ein toller Artikel, der auch unser Unternehmen Warmbier betrifft. Die Vernetzung von On- und Offline nimmt – so ist mein persönlicher Eindruck – mehr zu. Ein gutes Beispiel ist Zalando, die jetzt in Kreuzberg einen Outletstore eröffnet haben.

    Auch die Coupon-Idustrie geht einen neuen Weg. DailyDeal will zum Beispiel mehr zum Multi-Channel-Vertrieb übergehen. http://www.gruenderszene.de/news/dailydeal-shop

    Es gibt auch Startups, die dem Prinzip nach Faltin „Funktion statt Konvention“ folgen und im Lebensmittelbereich einen neuen Weg gehen. Hierzu gehört zum Beispiel http://www.hellofresh.de

    Hellofresh „liefert wöchentlich eine Box mit inspirierenden Rezepten und frischen Lebensmitteln direkt nach Hause“. Gute Idee!😉

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